Geschichte

Es war einmal…

Urkundlich das erste Mal erwähnt im Jahre 1343. Ein Grabstein in Oldendorf aus dem Jahre 1310, so dass die Vinckes wahrscheinlich schon Ende des 13. Jahrhunderts Ostenwalde besaßen. In Riemsloh wurde ein Grabstein von Ritter Heinrich Vincke gefunden von 1265.

1668 Idel Jobst III
Verfasser der Osnabrücker Eigentumsordnung 1722;
Legte den Grundstein für die heutige Bibliothek, 1698 erbaute er den Westflügel des Hauses.

1724 Ernst Idel Jobst IV, Offizier, starb 1740
Brigadier bei den Hannoverschen Truppen

1740 Erbst Idel Jobst V, Domdechant von Minden
wurde 1759 von Friedrich dem Großen in sein Amt eingesetzt und von ihm als außerordentlicher Gesandter nach Kopenhagen geschickt;
erbaute 1780 den Mittelflügel und machte Ostenwalde zu einem Fideikommiss;
er starb 1813.

1813 Ernst VI, Nachfolger seines Vaters im Amt des Domdechanten von Minden;
der General vergrößerte Ostenwalde, erbaute 1845 die Diedrichsburg; kämpfte in der Schlacht bei Waterloo und führte die hannoverschen Truppen an.
Ein Perponcher führte die Oranier in die Schlacht bei Waterloo.

1846 Ludwig
1. Oberpräsident der Provinz Westfalen, die seinem unermüdlichen Schaffen ihre wirtschaftliche Entfaltung verdankt. Reichsfreiherr v. Stein förderte Vincke aufgrund seiner vielfältigen Befähigungen. Ludwig Freiherr von Vincke wurde vor nicht allzu langer Zeit in die westfälische Ehrengalerie als Staatsmann der Provinz Westfalen aufgenommen;
sein Sohn Georg war Parlamentarier, er bot Bismarck die Stirn und duellierte sich sogar mit ihm.

1894 Walter
erbaute 1906 – 1908 den Ostflügel des Hauses.

1920 Gerhard
kaufte 1928 die Diedrichsburg von den Schulenburgs zurück.

1945
Englisches Hauptquartier und Sitz von Feldmarschall Montgomery; englische Besatzung bis 1957, dann erst Wiedereinzug der Familie Freiherr von Vincke möglich.

Kurz vor ende des Zweiten Weltkrieges besetzten erstmals am 5. April 1945 britische Truppen das Gut. Da sie auf dem Vormarsch waren, endete diese Besetzung bereits nach acht Tagen. Doch sechs Wochen später musste die Familie Gerhard Freiherr von Vincke (Sohn des Walter Freiherr von Vincke) erneut das gesamte Anwesen räumen. Der Oberbefehlshaber des britischen Besatzungsgebietes, Feldmarschall Montgomery, richtete hier sein Hauptquartier ein. Auch seine Nachfolger Luftmarschall Sir Sholto Douglas und General Robertson haben hier bis Anfang der fünfziger Jahre gewohnt. Bis zum Herbst 1957 blieb Ostenwalde von den Engländern weiterhin besetzt und diente den Soldaten für kirchliche Seminare als „Church House“. Erst danach wurde es der Familie von Vincke zurückgegeben.

Heute wohnen auf Gut Ostenwade der Besitzer mit seiner Familie, Christian Idel Jobst Wilhelm Freiherr von Vincke – Graf von Perponcher (Sohn des Heinrich Graf von Perponcher), sowie seine Mutter, Sabine Gräfin von Perponcher, geborene Freiin von Vincke.

Das Wappen der Familie zeigt in Silber eine rote Pflugschar. Auf dem Helm ist ein Pfauenschweif, belegt mit der roten Pflugschar des Schildes. Die Helmdecke ist rot/silbern.