Geschichte


Eine bewegte Vergangenheit

Errichtet wurde die jetzige Burg auf den Fundamentresten einer Wittekindschen Volksburg, bewohnt von Graf Diedrich, dem Urenkel Wittekinds, und nach ihm benannt. Seine Tochter, die heilige Mathilde, die Gemahlin Heinrichs I. und Mutter des Kaisers Otto des Großen, wurde im Jahre 892 in der damaligen Burg geboren und verlebte hier ihre Jugendjahre.

Die heutige Diedrichsburg wurde in den Jahren 1844 bis 1860 gebaut, begonnen von General Ernst Freiherr von Vincke, Gut Ostenwalde, vollendet von seinem Schwiegersohn Graf Werner v.d. Schulenburg-Wolfsburg. Baumeister war Emanuel Quat Faslem aus Dendermonde an der Schelde. Die bei der Errichtung gefundenen Fundamentreste, eine Speerspitze und eine Spinnrockenkugel, deuten darauf hin, dass es hier schon früher eine Fluchtburg gab.

Gebälk und Treppe des Turmes wurden am 16. Mai 1909 durch ein Feuer vernichtet. Von 1954 bis 1982 wurde die Diedrichsburg erstmalig bewohnt und bewirtschaftet. Im März 1983 gab es eine mutwillige Zerstörung größeren Ausmaßes durch Rowdys. Am 1. Juli 1985 pachtete der Verschönerungs- und Verkehrsverein Melle-Mitte das Gebäude an. Ausbau und Renovierung erfolgte mit staatlichen und kommunalen Zuschüssen sowie privaten Spenden als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Einweihung am 28. April 1988.